Kann man die Preisentwicklung von Öl vorhersehen?

Das Trading mit Öl ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um online schnell Geld zu verdienen. Allerdings muss man dazu vorhersehen können, wie sich der Ölpreis entwickeln wird. Kann man also diese Entwicklung des Ölpreises kurz-, mittel- und langfristig auf einfache Art antizipieren? Die Antwort darauf ist eindeutig: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Wir erläutern Ihnen, welches diese Methoden sind und wie man sie nutzt.

 

Die Preisentwicklung von Öl mithilfe der technischen Analyse vorhersehen

Das wichtigste Hilfsmittel, um die Preisentwicklung von Öl vorherzusehen, ist die technische Analyse, also die Analyse von Echtzeitcharts mit dem Kurs des Ölbarrels. Diese Charts geben uns nämlich wertvolle Hinweise darauf, in welche Richtung sich der Preis entwickeln könnte – und dies sowohl kurz- als auch langfristig.
Sie müssen dafür nur die verschiedenen Indikatoren interpretieren können, die Sie in diesen Charts finden. 

  • Die Trends: Die Trends sind einfach zu erkennen, da sie ausgeprägten Bewegungen nach oben oder unten entsprechen. Je stärker ein Trend ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er anhält. Das Gleiche gilt umgekehrt.
  • Die Volatilität: Dies ist die Stärke des aktuellen Trends. Je höher die Volatilität ist, desto größer ist die Chance, dass sich der Trend im Zeitverlauf fortsetzt.
  • Die technische Unterstützung: Ein Unterstützungsniveau ist das niedrigste Kursniveau, das ein Kurs im Trendverlauf erreicht hat. Wenn dieses Niveau nach unten durchbrochen wird, bestätigt sich der Abwärtstrend und die Preise dürften weiter fallen. Wenn dieses Unterstützungsniveau nicht durchbrochen wird, dann ist eine Trendumkehr nach oben zu erwarten.
  • Der technische Widerstand: Ein technischer Widerstand ist das exakte Gegenteil der Unterstützung. Es handelt sich dabei um das höchste Kursniveau, das ein Kurs im Trendverlauf erreicht hat. Wenn dieses Niveau nach oben durchbrochen wird, dürfte sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Im umgekehrten Fall kündigt dies eine Trendwende nach unten an.

Darüber hinaus gibt es noch einige andere technische Indikatoren, die jedoch komplexer sind, sodass wir sie hier nicht ansprechen.

 

Den Trend von Öl anhand der gleitenden Durchschnitte erkennen

Gleitende Durchschnitte können sowohl für lange als auch für kurze Zeiträume genutzt werden, je nachdem wie Sie traden. Mit ihnen lassen sich kurz- und langfristige Trends ausmachen.

Mit einer Abflachung oder Umkehr des gleitenden Durchschnitts in einem Chart lässt sich eine Trendwende erkennen. Man muss dabei auch beachten, wo sich der Spotpreis im Verhältnis zu diesem gleitenden Durchschnitt befindet. Der Schnittpunkt von gleitenden Durchschnitten ist ebenfalls ein starkes Kauf- oder Verkaufssignal. Wenn beispielsweise der gleitende Durchschnitt über 50 Tage den gleitenden Durchschnitt über 20 Tage unterschreitet, so ist dies ein Verkaufssignal. Wenn der gleitende Durchschnitt über 50 Tage den gleitenden Durchschnitt über 100 Tage übersteigt, dann ist dies ein Kaufsignal.

 

Den Trend von Öl anhand des MACD erkennen

Mit dem Indikator MACD (Moving Average Convergence Divergence) kann man die Umkehr eines Trends präziser als mit gleitenden Durchschnitten vorhersehen. Dies gilt vor allem für kurzfristige Bewegungen.

In den Charts wird der MACD durch eine Signallinie und eine MACD-Linie dargestellt. Wenn die beiden Kurven sich schneiden, so stellt dies ein Kauf- oder Verkaufssignal dar. Übersteigt die MACD-Linie die Signallinie, so deutet dies auf einen steigenden Trend hin. Entsprechendes gilt umgekehrt.

Diese Art von Indikator ist technisch am einfachsten zu erfassen.

 

Den Trend von Öl anhand der Bollinger Bands erkennen

Optisch werden die Bollinger Bands durch drei Kurven dargestellt, wobei eine den gleitenden Durchschnitt über 20 Tage darstellt und die beiden anderen, die sich jeweils unter- bzw. oberhalb dieser Hauptkurve befinden, die Standardabweichungen.

Aus diesem Indikator lässt sich die Stärke des aktuellen Trends ableiten. Ein sehr volatiler Trend von Öl zeigt sich in einem sehr breiten Band mit hohen Standardabweichungen. Bei einem nicht sehr ausgeprägten, also wenig verlässlichen Trend, ist das Band dagegen schmaler, die Standardabweichungen sind also geringer.

Wenn der Ölkurs sich der unteren Kurve nähert, so ist dies ein starkes Kaufsignal. Nähert er sich der oberen Kurve, so stellt dies folglich ein starkes Verkaufssignal dar.

Dank dieser beiden Informationen ist es also möglich, zugleich die Richtung als auch die Stärke des Trends des Ölkurses zu erkennen.

 

Eine Vorhersage des Ölpreises mithilfe der Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse ist eine andere Methode, um eine Hausse oder eine Baisse des Ölpreises vorherzusagen. Dabei werden nichttechnische Daten berücksichtigt, um die Reaktion des Ölmarkts vorherzusehen.

Man muss dazu einen Blick in den Wirtschaftskalender werfen, der über Ereignisse Auskunft gibt, welche die Preise möglicherweise beeinflussen. Dazu gehören:

  • Die Entwicklung der Lagerbestände von Öl. Steigende Lagerbestände ziehen eine Senkung des Ölpreises nach sich und umgekehrt.
  • Ankündigungen der Förderländer.
  • Die Entwicklung des Dollarkurses, da sich dieser entgegengesetzt zum Ölpreis verhält. Je stärker der Dollar ist, desto weniger attraktiv ist es für ausländische Investoren, Öl zu kaufen, was wiederum zu einer sinkenden Nachfrage und damit zu sinkenden Preisen führen kann.

Selbstverständlich sollte man für eine verlässliche Vorhersage des Ölpreises sinnvollerweise sowohl die technische Analyse als auch die Fundamentalanalyse zurate ziehen.

Wie nutzt man diese Vorhersagen für den Handel mit Öl?

Alle CFD-Broker, bei denen man mit Öl traden kann, stellen die notwenigen Tools, wie Charts mit den entsprechenden Indikatoren sowie den Wirtschaftskalender, zur Verfügung.